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Wer wir sind

 

Alte

 

Pankgafen-

 

Vereinigung

 

von 1381 zu Berlin bey Wedding an der Panke e.V. (APV)

Remter.   Gierkeplatz 11, 10757 Berlin-Charlottenburg

 

Wer wir sind

Die Pankgrafen sind eine alte Berliner Traditions-Vereinigung. Ihre Wurzel reichen bis ins hohe Mittelalter zurück. Nach der Legende nahmen bereits 1381 die Pankgrafen unter ihrem Heerführer „Graf Udo mit der gespaltenen Klaue“ nach der Schlacht am Lausefenn in den Rehbergen den Pankegau mit dem Örtchen „Wedding bey Berlin“ in ihren Besitz. Graf Udo errichtete dort eine Burg und widmete sich fortan der Nächstenliebe und der Wohlfahrt. In den Wirren des 30jähigen Krieges hatte sich die Spur der Pankgrafen leider verloren. 1881 besannen sich 15 Berliner Bürger in Wedding bei Berlin ihrer alten Geschichte und gründeten eine „Antipolitische Vereinigung“. Daraus entstand dem damaligen Geist der Gründerzeit entsprechend eine Gemeinschaft, die auf mittelalterliche Traditionen und Vorbilder zurückgriff. So entstand die „Alte Pankgrafen-Vereinigung von 1381 zu Berlin bey Wedding an der Panke (APV)“ wieder neu mit dem Motto „Wohltun, Freundschaft, Vaterland“. Sie widmete sich vielfältigen anspruchsvollen kulturellen Aktivitäten in Berlin und der näheren Umgebung. Wichtig war dabei, dass ihr urwüchsiger pankgräflicher Humor nicht zu kurz kam. Sie wurde im Laufe der Zeit ein nicht mehr wegzudenkender Mosaikstein in der Berliner Kulturlandschaft und in allen deutschen Landen bekannt. Nach unserer Vereinigung wurden in Deutschland Straßen, Brunnen und sogar Binnenschiffe benannt.

Wichtig war aber immer der Wohlfahrtsgedanke.

Zum Wohltun hat sich jeder Pankgraf bei seinem Ritterschlag verpflichtet. Die Pankgrafen spenden, jeder nach seinen Möglichkeiten, um hilfsbedürftige Personen oder Institutionen finanziell unterstützen zu können. Jedes Jahr können um die Weihnachtszeit mehrere Tausend Euro vergeben werden. Die Spenden werden durch den der Alten Pankgrafen-Vereinigung angeschlossenen Verein „Barnajaden Bund e.V.“ (Bar? Naja, denn!) verteilt. Dieser Verein stellt auch Spendenbescheinigungen aus.

Ein wichtiger Bereich war und ist die Freundschaft untereinander. Traditionell wird die Freundschaft in den regelmäßigen Zusammenkünften in unserem Remter gepflegt. Hier finden die Freunde Entspannung, Unterhaltung und ein gemeinsames Vereinsleben, in dem die leiblichen wie auch geistigen Genüsse nicht zu kurz kommen, vor allen Dingen aber der Humor und der gemeinsame Gesang. Im Laufe der Jahre hatten sich aus gewissen unbotmäßigen Vorkommnissen in den Orten der Umgebung Notwendigkeiten ergeben, den Honoratioren den riesigen pankgräflichen Fehdehandschuh vor die Füße zu werfen. Nach immer erfolgreicher Ritterfahrt wurden die eroberten Orte als Vasallenstädte der Pankgrafschaft einverleibt. Statt Burgen und Städte wollten die Pankgrafen aber lieber die Herzen der Bevölkerung erobern. So entstand in der Vergangenheit eine Vielzahl von Vasallenstädten. Diese Freundschaft untereinander ist ein wichtiges Anliegen der Pankgrafen und wird regelmäßig durch Besuche und gemeinsame Veranstaltungen gepflegt. Heute haben wir Freunde in allen Bundesländern und auch im benachbarten Ausland. Unsere derzeit älteste noch aktive Vasallenstadt Braubach am Rhein gehört bereits seit 110 Jahren zur Pankgrafschaft.

In der Gründungszeit hatte der Begriff Vaterland eine andere Bedeutung als heute. In den letzten hundert Jahren unserer Geschichte ist dieser Begriff auf vielfältige Weise missbraucht und verunglimpft worden. Wir verstehen heute darunter unsere Heimat, auf die wir nicht verzichten wollen und zu der wir stehen und achten daneben aber selbstverständlich die Heimat aller anderen Menschen. Jeder Mensch braucht eine Beziehung zu seinen Wurzeln.

Noch zu unseren Farben: Die Farben Schwarz, Grün, Grau und Blau in unserem Wappen beziehen sich auf die Farben des Flüsschens Panke, als es noch als Abwassergewässer für die an seinen Ufern gelegenen Werkstätten des Gerber- und Färberhandwerks genutzt wurde und dabei eine entsprechende Färbung annahm. Vor seiner Kanalisierung konnte die Panke aber auch ein gefährlicher Fluss sein, wenn sie bei Hochwasser große Teile des Wedding überflutete.

 

Die Mitgliedschaft und Gliederung

Die Alte Pankgrafen-Vereinigung ist ein reiner Herren-Verein. Mitglied kann werden, wer das 25. Lebensjahr vollendet hat.

Aber auch unsere Damen treffen sich regelmäßig und führen eigene Veranstaltungen durch. Während die Ritterfahrten ausschließlich den Mitgliedern, also den Herren vorbehalten sind, können auf Freundschaftsfahrten auch unsere Damen dabei sein. Die Entscheidung ob es eine Ritterfahrt oder eine Freundschaftsfahrt ist, trifft der Hochmeister.

Die Pankgräfliche Vereinigung gliedert sich in Kolonnen mit jeweils einem Kolonnenführer. Jeder Pankgraf kann sich aussuchen, welcher Kolonne er angehören möchte, zumeist ist es diejenige, aus der der Pankgraf stammt, der den neuen Freund eingeführt hat. In der APV gibt es Pankgrafen, Komture und Großkomture.

Hat der neue Freund eine gewisse Zeit die Remterabende in Berlin oder in den Vasallenstädten besucht und ist für würdig befunden worden, kann er den kostenpflichtigen pankgräflichen „Freibrief“ beantragen. Diese Urkunde wird ihm dann ausgestellt und feierlich überreicht und ist ein Jahr gültig, kann aber verlängert werden. Der Anwärter ist dann ein „Kumperkate“ (eine Verballhornung von Kumpan, Kumpel) und hat in den folgenden 9-12 Monaten seine Eignung zum Pankgrafen durch „Üben und Dienen“ unter Beweis zu stellen. Wurde er als geeignet befunden, kann er die Aufnahme in die Vereinigung beantragen. Im Aufnahme-Antrag hat er 2 Bürgen aus dem Kreis der Großkomture zu benennen. Über die endgültige Aufnahme entscheidet auf Vorschlag des Vorstandes und der „Versammlung des Kollegiums der Komture und Großkomture“ beim jährlichen Ordensfest im Mai der „Geheime Ordensrat“. Auf dem Ordensfest erhält der Kumperkate dann den feierlichen Ritterschlag zum „Pankgraf“. Nach 5 Jahren kann er zum „Komtur“ befördert werden und nach weiteren 5 Jahren als Komtur kann er „Großkomtur“ werden. Volljährig wird ein Pankgraf übrigens mit 65 Jahren.    

 

Die Kosten

Der derzeitige Mitgliedsbeitrag beträgt für die Berliner Freunde 270 € im Jahr, auswärtige Freunde zahlen 150 € im Jahr.

Für den Freibrief sind 250 € zu zahlen, er ist 1 Jahr gültig. Die Verlängerung kostet für jeweils ein weiters Jahr 150 €. Die endgültige Aufnahme ist kostenfrei. 

Das Ordenskleid samt Schwert kann in der Rüstkammer beim Rüst- und Gewandmeister käuflich erworben, aber auch in Teilen gegen eine Gebühr ausgeliehen werden.

 

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